• Energiekommission gegen zusätzliche Zielwerte im Gebäudebereich

Energiekommission gegen zusätzliche Zielwerte im Gebäudebereich

19.06.2018    

Der HEV Schweiz begrüsst, dass sich die UREK Nationalrat gegen zusätzliche Zwischenziele für den Gebäudebereich ausgesprochen hat. Gleichwohl soll dieser Sektor die Hauptlast tragen müssen.

Die nationalrätliche Kommission für Umwelt und Energie hat sich an Ihrer Sitzung vom 19. Juni 2018 gegen die vom Bundesrat im CO2-Gesetz vorgeschlagenen Zwischenziele für den Gebäudebereich ausgesprochen. Eine Mehrheit der Kommission ist der Meinung des HEV Schweiz gefolgt und lehnt ein zusätzliches Zwischenziel für die Jahre 2026/27 als überflüssig ab. Ebenso sind heute noch keine Sanktionen für die Zeit nach 2029 zu definieren. Es sei Sache der Kantone die Absenkziele im Gebäudebereich zu erreichen. Damit respektiert die UREK die Hoheit der Kantone im Gebäudebereich.

Nicht abgewichen hingegen ist die UREK Nationalrat vom Zwischenziel für das Jahr 2030 mit einer Senkung des CO2-Ausstosses um 50% gegenüber 1990. Gemäss Botschaft zum CO2-Gesetz bedeutet dies für den Sektor Gebäude jedoch eine anvisierte Senkung um 59%. Die Kommission erhöht damit den Druck auf den Gebäudebereich und fordert eine exponentielle Absenkung bereits in den nächsten Jahren anstelle einer gleichmässigen Absenkung bis ins Jahr 2050 anzuvisieren.

Gegenüber 1990 konnte der Treibhausgasausstoss im Gebäudebereich bis 2015 um 22% gesenkt werden. Dies bei einem Zuwachs von 33% der Wohnbauten. Hieraus resultiert eine effektive Reduktion des CO2-Ausstosses bis 2015 um 44%. Der Gebäudebereich ist klar Vorreiter bei der Treibhausgasreduktion und soll deshalb nicht mit zusätzlichen Zielen bestraft werden.